Das Projekt von der RBC GmbH im Parkhaus am Friedrich-Ebert-Platz in Heidelberg zeigt, dass intelligente Planung, technisches Know-How und ein Blick auf Details entscheidend sind, um anspruchsvolle Vorhaben umzusetzen. Besseres Licht und massive Energieeinsparung – das waren die Vorgaben für die Sanierung bei laufendem Betrieb. Denn in Heidelberg, wie eigentlich überall, sind Abstellflächen rar und daher heiß begehrt.
„Es ist immer etwas Besonderes, ein großes Projekt in der eigenen Stadt zu realisieren. Und dazu noch eines, das man einfach so anschauen und nutzen kann“, blickt Christoph Reinke, Geschäftsführer der RBC GmbH, zurück. „Wir setzen oft Konzepte in Unternehmen um, die für die Mitarbeitenden große Verbesserungen bringen, aber nur einem kleineren Personenkreis zugänglich sind“, nennt der Unternehmer den größten Unterschied zu anderen Aufträgen.
Für das „P10“ erstellten Reinke und sein Team ein ausgeklügeltes Konzept, um die über 700 verbauten alten Leuchtstoffröhren und Metalldampflampen gegen hoch energieeffiziente LED-Technik samt smarter Steuerung auszutauschen. Dank einer veränderten Lichtfarbe wird die Ausleuchtung jetzt als heller und gleichmäßiger wahrgenommen. „Vorher gab es unterschiedliche Farbtöne, jetzt haben wir alles auf Tageslichtweiß umgestellt“, erklärt Reinke, der mit seinem Unternehmen seit 2009 am Markt ist. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, Ressourcen zu schonen, vor allem, indem Energie eingespart und Elektromüll vermieden sowie der anfallende weitestgehend recycelt wird.

Licht auf allen Ebenen.
Mit diesen Ansätzen passen die RBC GmbH und der Green Industry Cluster e. V. bestens zusammen. Seit fast zwei Jahren ist der Betrieb Mitglied im Netzwerk, das Unternehmen, Hochschulen und Kommunen in der Rhein-Neckar-Region zusammenbringt. „Für uns ist das Green Industry Cluster die perfekte Plattform, um uns mit anderen Partnern über die vielfältigen Themen in den Bereichen GreenTech, Nachhaltigkeit und Klimaschutz auszutauschen und voneinander zu profitieren“, sagt Christoph Reinke. Er freut sich, dass die Stadt Heidelberg das Cluster gemeinsam mit der Stadt Mannheim sowie dem Rhein-Neckar-Kreis initiiert hat. „Es geht darum, unsere Region voranzubringen und zukunftssicher zu gestalten“, erklärt er. „Die Umrüstung zu energieeffizienten LED-Leuchten ist ein Beispiel von vielen, wie das Green Industry Cluster mit seinen beteiligten Unternehmen in Heidelberg und der Region dazu beitragen kann, dass die Transformation hin zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit gelingt“, bestätigt Marc Massoth, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg und Vorstandsmitglied des Green Industry Clusters.
Pro Jahr werden 240.000 kWh Strom gespart
und dadurch
154 Tonnen weniger CO₂ ausgestoßen
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Dank der Umrüstung werden 240.000 kWh Strom pro Jahr eingespart und damit rund 154 Tonnen weniger CO₂ in die Atmosphäre abgegeben. Das sind die harten Fakten. Es kommen aber noch weitere wichtige Punkte hinzu: „Wir haben intelligente Bewegungsmelder in jedem Stockwerk so installiert, dass jegliche Bewegung auf der ganzen Ebene erfasst wird. Somit ist sichergestellt, dass man nie im Dunklen steht. Denn das verursacht vielen Menschen – auch mir – Unbehagen“, ging es Reinke auch darum, das individuelle Sicherheitsgefühl zu erhöhen. „Außerdem handelt es sich um ein besonderes Parkhaus: Der Architekt hat sich vom Verlauf des Neckars inspirieren lassen und die Lichtlinienführung dem Flusslauf nachempfunden. Wir haben es geschafft, diese Idee zu bewahren und dennoch die Effizienz deutlich zu steigern“, freut sich der Lichtexperte.



